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Knorr-Bremse bleibt auf Erfolgskurs

24. März 2015 [Knorr-Bremse Konzern]

  • Umsatzsteigerung von 21 % auf 5,20 Mrd. EUR
  • Jahresergebnis 2014 bei 560 Mio. EUR
  • Umsatz der Schienendivision in China übertrifft 1 Mrd. EUR
  • Einstieg in Leittechnik: strategischer Ausbau des Schienenfahrzeuggeschäfts
  • Stärkung der Nutzfahrzeugdivision in China durch Joint Venture mit Dongfeng
  • Über 1 Mrd. EUR Investitionen in Werke und Produktionsanlagen seit 2010

  • Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG, erläutert: „Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer langfristig angelegten strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Unsere Investitionen der letzten beiden Jahrzehnte tragen Früchte und bilden das Fundament dieses Erfolgs. Wir haben mit den Investitionen die regionale Präsenz ausgebaut und die Systemkompetenz gestärkt, beides mit dem Ziel, den Kundennutzen immer weiter zu steigern und die Prozesse kontinuierlich zu optimieren“.

  • Die Lanxin-Linie im Nordwesten Chinas: Auf den 1.776 Kilometern zwischen Lanzhou und Ürümqi durchqueren die Hochgeschwindigkeitszüge die Wüste Gobi. An der höchsten Stelle liegen die Schienen 3.610 Meter über dem Meeresspiegel. Zusammen mit CSR Sifang entwickelte das Knorr-Bremse Joint Venture Merak-Jinxin das dachmontierte Klimasystem mit Antisandluftfilter und Niedrigtemperaturkühlung. Die Anforderungen an das System sind extrem anspruchsvoll: Weil die Sonneneinstrahlung bei dünner Luft höher ist, kann die Temperatur im Wageninneren bereits bei einer Außentemperatur von lediglich 15 °C auf 30 °C und mehr ansteigen.

  • Die nordamerikanische Unternehmenstochter Bendix erzielte 2014 erstmals einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. US-Dollar in der Division Nutzfahrzeuge und gewann wichtige Aufträge im Nachmarkt. Eine zentrale Rolle spielten Produkte aus dem Remanufacturing-Portfolio.

  • Am Standort München ist der Rohbau des Versuchs- und Entwicklungszentrums fertiggestellt; die Gesamtinvestitionssumme liegt bei rund 90 Mio. EUR.

Der Knorr-Bremse Konzern

Knorr-Bremse erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 5,20 Mrd. EUR und wuchs um 21 % (Vorjahr 4,30 Mrd. EUR). Alle Regionen und Unternehmensbereiche trugen zum Wachstum bei. Der Schienenfahrzeugbereich erhöhte seinen Umsatz um 33 % auf 2,98 Mrd. EUR (Vorjahr 2,25 Mrd. EUR), während der Nutzfahrzeugbereich einen Umsatz von 2,23 Mrd. EUR (Vorjahr 2,07 Mrd. EUR) mit einer Steigerung von 8 % erzielte. Der Auftragseingang stieg dank der hohen Marktdurchdringung gepaart mit der positiven Marktentwicklung auf 5,50 Mrd. EUR (+16 %, Vorjahr 4,75 Mrd. EUR).

Das Ergebnis erreichte 560 Mio. EUR (+53 %, Vorjahr 367 Mio. EUR). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 10,8 % (Vorjahr 8,5 %). Neben dem Umsatzwachstum trugen die seit Jahren systematisch verfolgten Effizienzsteigerungen in den Prozessen und die Maß-nahmen zur Kostenoptimierung zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Knorr-Bremse kompensierte so den vor allem im Erstausrüstergeschäft erheblich steigenden Preis- und Kostendruck.

Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG, erläuterte: „Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer langfristig angelegten strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Unsere Investitionen der letzten beiden Jahrzehnte tragen Früchte und bilden das Fundament dieses substanziellen Wachstums. Wir haben mit den Investitionen die regionale Präsenz ausgebaut und die Systemkompetenz gestärkt, beides mit dem Ziel, den Kundennutzen weiter zu steigern und die Prozesse kontinuierlich zu optimieren“.

Am Standort München ist der Rohbau des Versuchs- und Entwicklungszentrums für die Entwicklung neuartiger Bremssysteme fertiggestellt; die Gesamtinvestitionssumme liegt bei rund 90 Mio. EUR. 350 Ingenieure und Techniker aus beiden Divisionen und mehr als 100 verschiedene Test- und Prüfstände werden in dem hochmodernen Gebäude Platz finden. Die Bündelung des Bremstechnik-Know-how aus der Schienen- und Nutzfahrzeugsparte wird gemeinsame Entwicklungskonzepte fördern und Synergien ermöglichen.

Die Investitionen stiegen auf 161 Mio. EUR (Vorjahr 159 Mio. EUR). Der Aufwand für Forschung, Entwicklung und kundenspezifische Anpassungsentwicklungen lag im Berichtsjahr bei 295,5 Mio. EUR (Vorjahr 252,5 Mio. EUR) und macht 5,7 % vom Umsatz (Vorjahr 5,9 %) aus. 3.176 Mitarbeiter und damit 13 % der Belegschaft waren in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Zur Zukunftssicherung investierte der Konzern in den letzten fünf Jahren unter Berücksichtigung aller Finanzierungsmodelle einen Betrag von über 1 Mrd. EUR in Werke und Produktionsanlagen.

Zum Jahresende 2014 beschäftigte der Knorr-Bremse Konzern 23.916 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Jahresende 2013 mit 20.833 Mitarbeitern entspricht dies einer Steigerung von 14,8 %. Dieser deutliche Zuwachs an hoch qualifizierten Mitarbeitern stammt schwerpunktmäßig aus Neueinstellungen an den weltweiten Produktions- und Entwicklungsstandorten sowie aus der Erstkonsolidierung von neu erworbenen Gesellschaften. Konzernweit waren zum Jahresende 52,6 % der Mitarbeiter in Europa beschäftigt, 21,1 % in Amerika und 26,3 % in Asien/Australien. An den sechs deutschen Standorten Aldersbach, Berlin, Dresden, Holzkirchen, München und Schwieberdingen betrug die Anzahl der Mitarbeiter 4.846 (Vorjahr 4.087), was einem Anteil von 20 % an der Konzernbelegschaft entspricht.

Region Europa, Afrika, Naher Osten

In der Region Europa stieg der Umsatz mit 2,45 Mrd. EUR (Vorjahr 2,25 Mrd. EUR) um 9 %. Der Markt bewegte sich im Schienenfahrzeugbereich auf Vorjahresniveau. Zum Umsatzwachstum trug die Ausweitung des Geschäfts in den Bereich Energieversorgungssysteme mit der Akquisition der beiden Unternehmen PCS und Transtechnik bei. Strategisch verbreiterte Knorr-Bremse sein Produktportfolio durch den Erwerb der Selectron Systems AG, um seine Systemkompetenz im Bereich der Leittechnik für Schienenfahrzeuge zu stärken und Synergiepotenziale für den Kunden zu schaffen. In Europa ging die Lkw-Produktion 2014 um 9,5 % (Vorjahr Anstieg um 7,3 %) zurück. Das höhere Niveau 2013 war insbesondere von Vorzieheffekten aufgrund der Euro 6-Norm geprägt.

Region Nord- und Südamerika

In Nordamerika und Südamerika erreichte das Unternehmen mit 1,16 Mrd. EUR (Vorjahr 1,02 Mrd. EUR) eine Steigerung um 14 %. Das Geschäft in Nordamerika entwickelte sich angesichts des erfreulichen Wachstums der Gesamtwirtschaft im Bereich Güterzüge positiv, ebenso konnten im Personenverkehr sowie im Service strategisch wichtige Aufträge gewonnen werden. Die nordamerikanische Nutzfahrzeugtochter Bendix erzielte 2014 erstmals einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. US-Dollar und legte beim Marktanteil ebenso wie bei wichtigen Aufträgen im Nachmarkt zu. Südamerikas Wirtschaftsentwicklung hingegen stagniert. Entsprechend verblieb der Güterwagenmarkt für Schienenfahrzeuge auf niedrigem Niveau, während die Nachfrage im Personenverkehr leicht positiv war. Die Lkw-Produktion in Südamerika war 2014 um 28,4 % rückläufig, nachdem sie im Vorjahr um 40,9 % stieg, zurückzuführen ist das auf die Einstellung der staatlichen Förderprogramme.

Region Asien und Australien

Der Umsatz in der Region Asien und Australien stieg 2014 um 54 % auf 1,59 Mrd. EUR (Vorjahr 1,03 Mrd. EUR). Knorr-Bremse profitierte insbesondere vom Ausbau des chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzes sowie der wachsenden Nachfrage an Nahverkehrssystemen im Schienenbereich und erzielte erstmals einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. EUR in der Division Schienenfahrzeuge. Vor dem Hintergrund einer stabilen Marktentwicklung für Nutzfahrzeuge realisierte das Unternehmen einen entscheidenden strategischen Schritt zur weiteren Stärkung seiner Position auf dem chinesischen Markt. In dem neuen Joint Venture mit der Dongfeng Electronic & Technology Co. Ltd. wird Knorr-Bremse Komponenten für komplette Nutzfahrzeugbremssysteme herstellen und so die Anforderungen der Kunden auf dem sich technologisch weiter entwickelnden Markt noch besser erfüllen.

Erster Nachhaltigkeitsbericht nach Global Reporting Initiative Standards

Unternehmerischer Verantwortung wird Knorr-Bremse gerecht, indem das Unternehmen soziale Ziele gleichberechtigt mit ökonomischen und ökologischen Zielen verfolgt. Knorr-Bremse veröffentlicht seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht im ersten Halbjahr 2015.

Knorr-Bremse Global Care e. V. feiert 10-jähriges Jubiläum

2014 förderte der gemeinnützige Verein Knorr-Bremse Global Care 50 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in 29 Ländern und wendete dafür 1,8 Mio. EUR auf. Seit 2005 haben 170 Projekte in 50 Ländern mit einem Einsatz von 12,5 Mio. EUR die Lebensbedingungen von knapp 450.000 Menschen verbessert.

Ausblick

Für das Jahr 2015 geht der Konzern zwar von einer zurückhaltenden globalen Wirtschaftsleistung aus, erwartet aber ein moderateres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. „Wir konnten unsere Ziele für das Jahr 2014 deutlich übertreffen“, resümierte Klaus Deller. „Unsere Strategie des substanziellen Wachstums setzen wir fort. So haben wir mit Selectron den Einstieg in die Schienenfahrzeugleittechnik geschafft und werden mit der Vernetzung von in den Fahrzeugen befindlichen Systemen weiteren Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Ebenso wird unser neues Joint Venture mit Dongfeng, das erfolgreich gestartet ist, einen wesentlichen Schub für die Ausweitung unserer Nutzfahrzeugaktivitäten in China bringen. Die Schaffung von Mehrwert für unsere Kunden ist der Leitgedanke bei allem, was wir tun. Unser Unternehmen ist kerngesund und wir wollen weiter wachsen. Neben allen Anstrengungen, weiteres organisches Wachstum zu generieren, beschäftigen wir uns nicht weniger intensiv damit, unsere Ziele durch strategische Zukäufe zu erreichen.“

 

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Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG, erläutert: „Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer langfristig angelegten strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Unsere Investitionen der letzten beiden Jahrzehnte tragen Früchte und bilden das Fundament dieses Erfolgs. Wir haben mit den Investitionen die regionale Präsenz ausgebaut und die Systemkompetenz gestärkt, beides mit dem Ziel, den Kundennutzen immer weiter zu steigern und die Prozesse kontinuierlich zu optimieren“. 


Die Lanxin-Linie im Nordwesten Chinas: Auf den 1.776 Kilometern zwischen Lanzhou und Ürümqi durchqueren die Hochgeschwindigkeitszüge die Wüste Gobi. An der höchsten Stelle liegen die Schienen 3.610 Meter über dem Meeresspiegel. Zusammen mit CSR Sifang entwickelte das Knorr-Bremse Joint Venture Merak-Jinxin das dachmontierte Klimasystem mit Antisandluftfilter und Niedrigtemperaturkühlung. Die Anforderungen an das System sind extrem anspruchsvoll: Weil die Sonneneinstrahlung bei dünner Luft höher ist, kann die Temperatur im Wageninneren bereits bei einer Außentemperatur von lediglich 15 °C auf 30 °C und mehr ansteigen. 


Die nordamerikanische Unternehmenstochter Bendix erzielte 2014 erstmals einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. US-Dollar in der Division Nutzfahrzeuge und gewann wichtige Aufträge im Nachmarkt. Eine zentrale Rolle spielten Produkte aus dem Remanufacturing-Portfolio. 


Am Standort München ist der Rohbau des Versuchs- und Entwicklungszentrums fertiggestellt; die Gesamtinvestitionssumme liegt bei rund 90 Mio. EUR.